Philosophische Grundlagen der objekt-orientierten Softwareentwicklung
von Rudolf Weber
Warum Philosophie ?
Die Philosophie beschäftigt seit den Anfängen bei den Griechen mit der Beschreibung der Welt. Die Mythologie/Theologie hingegen mit dem Sinn und Offenbarungen.
In der Informatik wollen wir Teile unserer Lebenswelt automatisieren. Dazu müssen wir diese verstehen und formal beschreiben, getreu nach Prof. Wedekind (Uni Erlangen): Wer automatisieren will, muß formalisieren. In den letzten 100 Jahren hat die Philosopie eine sprachkritische Wendung gemacht, was dazu geführt hat, daß die Ansprüche der Philosophie sehr
bescheiden geworden sind.
Warum sich nicht die Ergebnisse zunutze machen ?
Insbesondere die Logik und Wissenschaftstheorie sind interessant. Diese sind grundlegend für alle Wissenschaften und
sollten in den Universitäten ein Pflichtfach für alle Studiengänge sein und auch in der Elementarschule intensiv behandelt werden.
Wir wollen uns damit auch dem interdiziplinären Dialog öffnen, insbesondere mit den Fachwissenschaften, denn ohne Anwendungen ist die Computerei sinnlos.
Überblick
- Die Welt besteht aus Objekten
- Objekte sind Exemplare von Objektschablonen (Klassen). Die Exemplarbeziehung ist eine erste Stufe der Abstraktion.
- Was ist Abstraktion ?
- Objekte haben Attribute von den Objektschablonen/Kassen
- Objekte haben Zustände, die durch Operationen geändert werden
Abläufe (Bogen zur prozeduralen Programierung)
- Generalisierung/Spezialisierung von Klassen, Subordination von Begriffen, Vererbung. Dies ist eine zweite Stufe der Abstraktion
- Zusammensetzen von Klassen Teil Ganze-Beziehung
- Granularität von Objekten
- Systeme: Wichtig sind die Beziehungen zwischen den Objekten
- Schichtenmodell: Systeme (nicht nur) in der Informatik sind in Schichten aufgebaut
- Entwurfsmuster
- Architektur bestimmt den übergeordneten Aufbau und die Grundlinien eines Systems
- Mit Use-Cases stellt man fest, was man eigentlich von einem zu modellierenden System haben will. Damit hat man eine Grundlage um Objekte/Klassen zielgerichtet zu suchen. (siehe auch http://www.usecases.org)
Was fehlt
Fortgeschrittenes
- Die Wortstrukturabstraktionsmethode erläutert, wie man beispielsweise aus mathematischen Formeln zu Klassen/Objekten kommt.
Dabei nebenbei auch die Grundlagen für die Mathematik rekonstruiert.
Literatur und weiteres
- Verwendete Literatur
- OO-FAQ
- Aus der USENET-comp.object-Newsgroup entstanden
- German Object Oriented Association Linkage
- Mailingliste über OO-Technologie, gesponsert aber keine WWW-Seiten dazu
- SDL - System Design Langiages
- Designsprachen aus der Telekommunikation - entwickeln sich zu Spezialprofilen der UML
Rudolf Weber Informatik- und Netzwerkverein Ravensburg e.V